Der Female Founders Monitor (FFM) ist…

die zentrale Studie zur Bedeutung von Gründerinnen für das deutsche Startup-Ökosystem. Ziel des Female Founders Monitors ist es, Startup-Gründerinnen in Deutschland zu unterstützen und auf diese Weise die Offenheit, Diversität und Wettbewerbsfähigkeit des Startup-Ökosystems zu fördern. Auf Basis von Zahlen und Fakten schärft der FFM das Bewusstsein für die Bedingungen von Startup-Gründerinnen, benennt aktuelle Herausforderungen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandlungsprozess.

Drei Ziele

Startup-Forschung

Der FFM will die Startup-Forschung voranbringen, indem er die Stellung von Gründerinnen in diesem Feld in den Mittelpunkt rückt.

Motive sichtbar machen

Auf diese Weise werden die spezifischen Motive von Gründerinnen und ihre Herausforderungen im Startup-Ökosystem sichtbar gemacht.

Stärkung von Frauen

Dabei geht es nicht zuletzt darum, neue Impulse für die Stärkung von Frauen im Tech-Sektor und in der Wirtschaft insgesamt zu setzen.

Ergebnisse auf einen Blick

Der Anteil der Startup-Gründerinnen in Deutschland liegt bei nur 15,7 %

Eine deutliche Mehrheit der Startups in Deutschland wird von Männer-Teams aufgebaut, Gründerinnen sind dagegen stark unterrepräsentiert. Durch dieses Ungleichgewicht bleiben enorme innovative, wirtschaftliche und technische Potenziale unausgeschöpft.

Frauen setzen häufiger
auf soziale und nachhaltige
Geschäftsmodelle

Gründerinnen sind, neben ihrem unternehmerischen Antrieb, stärker als Gründer durch übergeordnete Ziele motiviert: Sie binden ihre Motivation häufiger an das Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit und fühlen sich mehrheitlich dem Bereich Social Entrepreneurship zugehörig. Damit etablieren Startup-Gründerinnen ihr Geschäftsmodell stärker an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Gesellschaft.

Startup-Gründerinnen
bringen Innovation in das Gesundheitswesen

Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise besonders interessant ist die starke Präsenz von Startup-Gründerinnen im Gesundheits- und Bildungswesen – mehr als ein Viertel der frauengeführten Startups sind in diesen beiden Sektoren tätig. Gründerinnen sind daher ein elementarer Treiber medizinischer Innovationen und der Digitalisierung des Bildungssystems in Deutschland.

Frauenteams erhalten
deutlich seltener große Wachstumsfinanzierungen

Die aktuelle Diskrepanz beim Wachstum zwischen Startup-Gründerinnen und -Gründern ist vor allem Ausdruck ungleicher Ressourcen: Nur 5,2 % der Frauen-Teams haben bereits eine Million Euro oder mehr erhalten – bei den Männer-Teams sind es dagegen 27,8 %.

Frauengeführte Startups werden von VCs und Business Angels zu wenig berücksichtigt

Im Investment-Prozess lässt sich ein deutlicher „gender bias“ nachweisen, der die Chancen für Gründerinnen auf eine Finanzierung einschränkt: So besteht für Frauen-Teams bei Investments durch Business Angels und Venture-Capital-Fonds eine enorme Kluft zwischen dem Wunsch nach Finanzierung und ihrer tatsächlichen Realisierung.

Vielen Gründerinnen fehlen noch immer wichtige Netzwerke

Eine entscheidende Rolle für den Erfolg oder das Scheitern eines Startups spielen Ressourcen, die im Umfeld in Form eines belastbaren Netzwerks zur Verfügung stehen. Startup-Gründerinnen fehlen zum Investmentbereich und der etablierten Wirtschaft zu häufig noch die Zugänge.

Herausgeber und Partner

Alexander-Hirschfeld

Alexander Hirschfeld

leitet den Forschungsbereich im Startup-Verband.

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Nina Wöss

ist seit 2012 in der europäischen Startup Community aktiv.

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Jannis Gilde

ist im Forschungsbereich beim Startup-Verband tätig.

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Mayra Frank

ist bei Google for Startups für die Deutschlandstrategie verantwortlich.

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Zoé Gadsden

bringt für Google for Startups Gründerinnen weiter.